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Jeder Teilnehmer des Fahrradklima-Tests kennt die Frage 28, welche als Freitextfeld ausgeführt ist. Dieses Feld wird erfreulicherweise rege genutzt. Der ADFC Radebeul hat nun die Hinweise und Anregungen zu Coswig ausgewertet, fokussiert und gewichtet.  Folgende Themenschwerpunkte haben sich herauskristallisiert:

Allgemeines:

  • Gefordert: Alltagsradfahren durch Stadtverwaltung respektieren, bewerben und aktiv fördern

Fließender Verkehr:

  • Problem: Überholen ohne Sicherheitsabstand oder bei Gegenverkehr durch Autofahrer
  • Gefordert: Kontrollen bezügl. Geschwindigkeit und Sicherheitsabstand (Kinder, Schulwege)

Ruhende Verkehr:

  • Problem: Plötzlich öffnende Autotüren
  • Gefordert: Weniger Parkflächen, vorallem in engen Straßen

Infrastrukturell:

  • Gefordert: Höhere Bedeutung des Radverkehrs bei Straßenausbau
  • Problem: Fehlende sichere und durchgehende Radwege, besonders für Kinder und ältere Verkehrsteilnehmer
  • Schwerpunkte: Köhler-, Haupt-, Weinböhlaer, Dresdner, Moritzburger Straße
  • Problem: Radwege sind ungeeignet oder mangelhaft (Auffahrten, Grundstückseinfahrten, Oberfläche)
  • Gefordert: Vom Durchgangsverkehr getrennte Nebenstrecken
  • Problem: Radewege/-streifen enden an gefährlichen Stellen (z.B. Kreuzungen)
  • Gefordert: Diebstahlsichere Fahrradabstellanlage (auch am Bahnhof Coswig)

Der ADFC Radebeul besitzt derzeit keinen Kontakt zur Stadtverwaltung Coswig, um diese Anliegen dort heranzutragen. Wir bitten daher die interessierten Coswiger Radfahrer mit uns Kontakt aufzunehmen, um ein gemeinsames Vorgehen zu koordinieren. Dazu eignet sich u.a. unser monatlicher Radlerstammtisch.

Jeder Teilnehmer des Fahrradklima-Tests kennt die Frage 28, welche als Freitextfeld ausgeführt ist. Dieses Feld wird erfreulicherweise rege genutzt. Der ADFC Radebeul hat nun die Hinweise und Anregungen zu Radebeul ausgewertet, fokussiert und gewichtet. Dabei mussten leider auch einige Themen herausgefiltert werden, welche in die Zuständigkeit des ADFC Dresden fallen. Jedoch wurde die Notwendigkeit der Radverkehrsanbindung an die Nachbargemeinden (auch nach Dresden) einbezogen. Folgende Themenschwerpunkte haben sich herauskristallisiert:

Allgemeines:

  • Gefordert: Kommunales Radverkehrskonzept erstellen und umsetzen
  • Gefordert: Alltagsradfahren durch Stadtverwaltung respektieren, bewerben und aktiv fördern

Fließender Verkehr:

  • Gefordert: Kontrollen bezügl. Geschwindigkeit und Sicherheitsabstand (Kinder, Schulwege)
  • Problem: Überholen ohne Sicherheitsabstand oder bei Gegenverkehr durch Autofahrer
  • Problem: Fehlende Akzeptanz durch Autofahrer - Freigabe Einbahnstraße für Radfahrer

Ruhende Verkehr:

  • Gefordert: Kontrollen bei zugeparkten Radwegen, Angebotsstreifen und Radwegauffahrten
  • Gefordert: Winterdienst, Reinigung, Entgrünung von Radwegen (Elberadweg, Cossebauder Str.)
  • Gefordert: Weniger (gebührenfreie) Parkflächen, vorallem in engen Straßen
  • Problem: Halte-/Parkchaos an Schulen und Kindergärten

Infrastrukturell:

  • Gefordert: Höhere Bedeutung des Radverkehrs bei Straßenausbau
  • Problem: Fehlende sichere Radwege, besonders für Kinder und ältere Verkehrsteilnehmer
  • Problem: Radewege/-streifen enden an gefährlichen Stellen (z.B. Kreuzungen)
  • Problem: Situation an der Meißner Str. (Zitzschewig, vor/nach den Landesbühnen, Höhe Forststr.)
  • Gefordert: Von Fahrbahn getrennte Radwege
  • Gefordert: Freigabe weiterer Einbahnstraßen in Gegenrichtung
  • Gefordert: Bessere Radweganbindung an Nachbargemeinden (Dresden, Coswig, Boxdorf, Niederwartha) und Wahnsdorf
  • Gefordert: "Bahnradweg" zwischen Dresdner Str. und Fr.-List-Str. (..., Schilden-, Wasa-, Weintraubenstr., Gottesacker, …)
  • Problem: Sicherheit auf der Hauptstraße, Umwandlung in Fahrradstraße/Fußgängerzone gefordert
  • Problem: Sicherheit auf der Pestalozzistraße (Schüler), Umwandlung in Fahrradstraße gefordert
  • Gefordert: Verbesserung Zustand am Elberadweg (Pflaster entfernen, Beleuchtung, Anbindung an Ortszentren (vor allem in Ost))

Der ADFC Radebeul wird diese Themen nun schrittweise an die Stadtverwaltung herantragen. Das hartnäckige Nachfragen bei den zuständigen Ämtern und Stellen, die Teilnahme an öffentlichen Terminen (bspw. Workshop zum neuen Radverkehrskonzept) sowie die aktive Mitarbeit in der ADFC-Ortsgruppe Radebeul durch die Radfahrer und weiteren unmotorisierten Verkehrsteilnehmern sind jedoch unerlässlich. Hier sollten sich auch die Coswiger, Moritzburger, Weinböhlaer und Radeburger angesprochen fühlen. Auch dort gibt es noch viel Handlungsbedarf.

Fahrradklima-Test des ADFC zeigt Probleme beim Radverkehr in Radebeul auf

78% der Radebeuler fühlen sich beim Rad fahren in der Stadt gefährdet. Dies zeigen die Ergebnisse des Fahrradklima-Tests, den der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) am 9. April öffentlich vorstellen wird. Nicht nur das Sicherheitsgefühl bewerten die Radebeuler kritisch, 82% fühlen sich mit dem Rad auch an Baustellen unzureichend geschützt und ebenfalls 82% vermissen einen guten Winterdienst auf den Radwegen der Stadt. 80% der Radebeuler sind mit der Breite ihrer Radwege unzufrieden und 59% kritisieren die Oberflächenqualität der Wege. Das Falschparken auf Radwegen wird von 83% der Radebeuler Radfahrenden als Problem wahrgenommen. Nur 27% sind mit der Wegweisung für Radfahrende zufrieden.

Nur 23% haben ein gutes Gewissen, ihr Kind allein in der Stadt mit dem Rad fahren zu lassen. Und während sachsenweit 60% der Befragten sachsenweit angeben, dass der Weg mit dem Rad zur Schule bei Ihnen normal ist, liegt dieser Wert in Radebeul bei nur 36%.

Konrad Krause, Geschäftsführer des ADFC Sachsen, sieht in den Ergebnissen der Stadt Radebeul einen deutlichen Verbesserungsbedarf. „In Radebeul können wir dank des Fahrradklima-Tests viele Probleme beim Radverkehr identifizieren. Der Fahrradklima-Test zeigt, dass die Radebeuler bei der Förderung des Radverkehrs ein entschiedenes Handeln erwarten.“ Seit 2012 wird die Förderung des Radverkehrs in Radebeul kontinuierlich schlecht beurteilt. So bewerteten die Radfahrenden die Fahrradförderung durchschnittlich stets mit Schulnoten zwischen 4,4 und 4,6. Dass Radebeul Gründungsmitglied von Rad.SN, der im März neu gegründeten Arbeitsgemeinschaft sächsischer Kommunen ist, sieht er dabei als hoffnungsvolles Zeichen.

„Wir können aber auch sehen, dass die Teilnehmenden des Fahrradklima-Tests Verbesserungen anerkennen.“ 49% sind mit der Fahrradmitnahme im Öffentlichen Verkehr zufrieden- sachsenweit liegt der Wert bei 40%. Außerdem sehen nur 53% der Radebeuler Radfahrenden den Fahrraddiebstahl als Problem an. Im gesamten Freistaat beträgt der Wert 77%.

Hintergrund

Der Fahrradklima-Test ist eine vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) organisierte Befragung zum Radverkehr in deutschen Städten. Zwischen September und November 2018 konnten Radfahrerinnen und Radfahrer ihre Meinung zum Fahrradklima in ihrer Stadt kundtun. Die Ergebnisse für die Stadt Radebeul sind ernüchternd: 78% der Radfahrenden geben an, sich im Verkehr nicht sicher zu fühlen und 68% der Befragten empfinden die Ampelschaltungen als fahrradunfreundlich. Gleichzeitig fühlen sich nur 18% der Radebeuler Radfahrenden als gleichwertige Verkehrsteilnehmer akzeptiert.

Mit einer Gesamtbewertung der Fahrradsituation von 4,01 liegt Radebeul bundesweit im hinteren Mittelfeld, deutlich abgeschlagen hinter den vergleichbaren sächsischen Städten Hoyerswerda (3,5), Markkleeberg (3,51) oder Coswig (3,56). Eine Verbesserung der Gesamtbewertung in Radebeul ist nicht erkennbar.

Der Fahrradklima-Test ist die größte Umfrage zum Fahrradklima weltweit. Er umfasst 27 Fragen und wird seit 2012 in jedem zweiten Jahr durchgeführt. Bei der aktuellen Befragung wurden außerdem 5 Zusatzfragen zur Familienfreundlichkeit der Städte erhoben. 2018 bewerteten in Radebeul bei der Umfrage 305 Personen ihre Stadt nach Fahrradkriterien, deutschlandweit waren es rund 170.000. 74% der Befragten nutzen täglich das Rad, allerdings sind nur 15% von ihnen Mitglied im ADFC. Gleichzeitig fahren mehr als drei Viertel der Befragten regelmäßig Auto als auch Fahrrad und kennen somit beide Perspektiven. Das Fahrradklima, also die Wahrnehmung der Radverkehrsbedingungen hat sich bundesweit weiterhin verschlechtert. 2014 wurde das Fahrradklima noch mit 3,7 bewertet, 2016 mit 3,8 – 2018 mit 3,9. Im Freistaat Sachsen verbesserte sich das Fahrradklima hingegen leicht von der Schulnote 4,03 auf 3,95. Sachsenweit nahmen über 10.000 Befragte am Fahrradklima-Test teil und damit mehr als doppelt so viele wie noch 2016.

Kontakt für Rückfragen zum Fahrradklima-Test in Sachsen:
Konrad Krause, Geschäftsführer des ADFC Sachsen
0176 - 317 318 08 / 0351 - 501 39 17

Aktualisiert: Die Ergebnisse werden am 9. Mai ab 19:00 Uhr im Bürgerbüro (Meißner Straße 273, 01445 Radebeul) vorgestellt. Der ADFC Sachsen wurden vom SPD-Ortsverein eingeladen.
Link zum Terminkalender

Link zu den Ergebnissen 2018: https://www.fahrradklima-test.de/
Link zu den Ergebnissen der vergangenen Jahre: https://www.fahrradklima-test.de/karte
Übersicht der Ergebnisse des Fahrradklima-Test in Radebeul 2018: https://sn.adfc-clouds.de/index.php/s/apHpwBygFTMNQ3J
Link zum Fragebogen 2018: https://sn.adfc-clouds.de/index.php/s/Ed9w7okcJ9MyEKk