TPL_BEEZ2_NAV_VIEW_SEARCH

TPL_BEEZ2_NAVIGATION

Wie bereits 2014 fand auch im Jahr 2016 der bundesweite ADFC-Fahrradklima-Test, welcher vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur gefördert wird, statt. Es handelt sich dabei um einen Zufriedenheits-Index der Radfahrer, der durch eine Bürgerbefragung mittels Fragebogen ermittelt wird.

Beim Fahrradklima-Test 2014 beteiligten sich deutschlandweit über 100.000 Menschen in 468 Städten. In Sachsen waren über 5.000 Teilnehmer dabei, 23 Städte im Freistaat sind in die Platzierung gekommen. Die Stadt Radebeul hatte sich von der Note 3,99 (2012) auf die Note 4,02 verschlechtert. Anzusetzen ist hier das Schulnotensystem von 1 (sehr gut) bis 6 (ungenügend).

Im Jahr 2016 nahmen bundesweit über 120.000 Bürger teil, 539 Städte wurden beurteilt. Im Einzugsbereich der Ortgruppe Radebeul (Moritzburg, Coswig, Weinböhla, Radeburg und Radebeul) kam leider nur in der Stadt Radebeul die geforderte Mindestanzahl von 50 Teilnehmern zusammen. Konkret gaben 119 Bürger ihre Bewertungen ab.

Dabei ist festzustellen, dass es keine Verbesserung, allenfalls eine Stagnation gibt. Die Teilnehmer bewerteten die Radverkehrssituation in Radebeul mit der Note 4,2. Die Lößnitzstadt liegt damit im Bundesvergleich aller teilnehmenden Städte unter 50.000 Einwohner auf Platz 312 von 364 (2014: 227 von 292). Im Landesvergleich der genannten Stadtgröße schafft sie nur Platz 10 von 17 (2014: 7 von 17).

Positiv hervorgehoben wurden von den Teilnehmern:

  • Gute Erreichbarkeit der Stadtzentren (2,9)
  • Viele aktive Radfahrer von jung bis alt (3,2)
  • Ziele sind zügig erreichbar (3,2)
  • Angebote der Fahrradmitnahme im ÖPNV (3,6)
  • Erlebbaren Spaß am Radfahren (3,7)
  • Angebotene Fahrradabstellanlagen (3,8)
  • Vorhandene Radwegausschilderungen und Wegweiser für Radfahrer (3,8)

Eine mittelmäßige Bewertung bekamen:

  • Akzeptanz der Radfahrer durch andere Verkehrsteilnehmer (4,0)
  • Konfliktsituationen zwischen Rad- und Autofahrern (4,3)
  • Häufigkeit mobiler oder fester Hindernisse auf Radwegen (4,4)
  • Sicherheitsgefühl im Verkehrsfluss (4,4)

Negativ empfunden wurde:

  • Keine radfahrerfreundliche Ampelschaltungen (4,5)
  • Ausführung der Radwege/ Schutzstreifen nicht immer für junge und ältere Menschen geeignet (4,6)
  • Mangelde fahrradfreundliche Verkehrspolitik/ Fahrradförderung der Stadt Radebeul (4,6)
  • Ungenügende Reinigung auf Radwegen (4,8)
  • Seltene Falschparkerkontrollen auf Radwegen/ Duldung durch die Stadt (5,0)
  • Kaum Winterdienste auf Radwegen (5,1)

Zusätzlich formulierten die Teilnehmer weitere konkrete Anliegen im Kommentarfeld (Frage 28). In der Auswertung kristallisierten sich ganz klar 10 Schwerpunkte heraus:

  • Plötzlich endende Radwege/Schutzstreifen
  • Bauliche Situation auf der Meißner Straße allgemein
  • Schlechtes Sicherheitsgefühl allgemein
  • Gefährdung Kinder durch Autofahrer und bauliche Situation
  • Autofahrer (überhöhte Geschwindigkeit, kein Sicherheitsabstand)
  • Zuwenig Fahrradwege und Schutzstreifen
  • Straßenneubau: keine Radstreifen, sehr schmale oder zu schnell befahrene Fahrspuren
  • Situation Meißner Straße: Lidl in Radebeul West bis Moritzburger Straße
  • Schlechte bauliche Verkehrssituation allgemein
  • Zu hohe Bordsteinkanten an Straßenübergängen

Abschließend ist festzustellen, dass es gute erste Ansätze gibt, in Radebeul das Radfahren zu stärken. Leider wirkt sich ein fehlendes Verkehrs-/Radwegekonzept auch auf das Sicherheitsgefühl und die Anreizschaffung aus. Wichtigste thematische Baustellen sind erstens ein einheitlicher durchgängiger Radweg auf der Meißner Straße. Zweitens müssen auch abseits der Meißner Straße und des Elberadweges sichere Radwege und Schutzstreifen geschaffen werden. Und drittens muss die Stadt Radebeul die Nutzbarkeit absichern, sei es durch den Winterdienst, die Straßenreinigung, die Falschparkerkontrollen und andere geeignete Maßnahmen.

Die konkrete Auswertung ist hier nachzulesen: FKT2016-Auswertung.pdf

Zum Vergleich gibt es die Auswertung von 2014 hier: FKT2014-Auswertung.pdf

www.sz-online.de/nachrichten/radfahrer-fuehlen-sich-unsicher-3703827.html

www.wochenkurier.info/sachsen/meissen/artikel/kein-radlerbeul-35422/

www.sz-online.de/nachrichten/radebeuls-radfahrer-sind-unzufrieden-3700767.html

www.radebeul.de/Aktuelles/Aktuelle+Meldungen/ADFC+Fahrradklimatest+2016-offset-15.html

www.wochenkurier.info/sachsen/meissen/radebeul/artikel/zeugnisausgabe-radstreifen-ins-nirwana...

2014 fand der letzte bundesweite Fahrradklima-Test Anklicken und Mitmachen!statt. Nach inzwischen zwei Jahren wird es wieder Zeit die Situation und die Verkehrsbedingungen für die Radfahrer zu erfassen und zu bewerten. Gab es Veränderungen, waren diese positiv oder gab es Rückschritte? Niemand sonst, als die Radfahrer selbst können das beurteilen. Die Ortsgruppe Radebeul bittet daher alle Radfahrer in Coswig, Weinböhla, Moritzburg, Radeburg und natürlich Radebeul, sich rege am Fahrradklimatest zu beteiligen. Anhand von 27 Fragestellungen können sie bewerten...

... ob das Radfahren in der eigenen Stadt oder Gemeinde Spaß
    oder Stress bedeutet.
... ob Radwege im Winter geräumt werden.
... ob Sie sich sicher fühlen, wenn Sie mit dem Fahrrad unterwegs sind.

Vom 1. September bis zum 30. November 2016 finden Sie die Umfrage im Netz auf www.fahrradklima-test.de. Neuigkeiten und Updates zum ADFC-Fahrradklima-Test postet der ADFC auf Twitter und Facebook unter #fkt16 und #radklima. Die Ergebnisse finden Sie ab Frühjahr 2017 auf www.fahrradklima-test.de.

Zur Erinnerung:

Beim letzten ADFC-Fahrradklima-Test im Jahr 2014 haben deutschlandweit über 100.000 Menschen in 468 Städten mitgemacht. In Sachsen waren über 5000 Teilnehmer dabei, 23 Städte im Freistaat sind in die Platzierung gekommen. Die Stadt Radebeul hatte sich von der Note 3,99 (2012) auf die Note 4,02 verschlechtert.

www.radebeul.de/Aktuelles/Aktuelle+Meldungen/ADFC+Fahrradklimatest+2016